Polar M600

Obwohl eindeutig als Smartwatch positioniert, hält sich die Polar M600 in der Designsprache nah bei ihren Pulsuhr-Geschwistern auf. Ausgezeichnet mit dem iF Design Award 2017 verfolgt die M600 ein anderes Konzept als andere Smartwatches und ist eindeutig auf simple Bedienung beim Sport optimiert.


Design

Es gibt sie in den drei Farben Schwarz, Rot und Weiß, wobei das Kunststoffarmband das Gehäuse vollständig aufnimmt und damit austauschbar ist. Im Zentrum steht ein quadratisches TFT-Display in 1,3 Zoll Größe mit 240 x 240 Pixeln Auflösung bei 260 dpi. Rechts und links des Displays gibt es verchromte Zierleisten. Unterhalb des Displays sitzt der zentrale Button zur Auswahl und Bestätigung von Funktionen, an der linken Seite sitzt der Knopf zum Ein- und Ausschalten. Trotz einer Dicke von 13 mm wirkt die M600 schlanker.

Anwendungen und Funktionen

Bei einer Polar-Uhr ist es klar, dass das Haupteinsatzgebiet die Trainingsfunktionen und Pulsmessung sind. Der Pulssensor befindet sich auf der Rückseite der Uhr, jedoch lässt sich die M600 wie andere Pulsuhren auch mit einem Brustgurt verbinden, der akkuratere Pulsfrequenzmessungen ermöglicht. Mit dem Polar Smart Coaching unterstützt die Uhr Trainingspläne für Sport, Fitness und Gesundheit. Ein Rund-um-die-Uhr-Fitnesstracking und ausführliche Aktivitätenauswertungen bis hin zum Schlaf-Monitoring ermöglichen eine detaillierte Optimierung des eigenen Trainings. Dennoch bietet die M600 die gewohnten Features von Android Wear 2.0, z. B. GPS-Navigation, Google Assistant, Google Music Player, Shazam, Messaging, Sprachsteuerung etc.

Bedienung

Man merkt schnell, dass die Entwickler bei Polar viel Erfahrung mit Trainingscomputern haben. Der zentrale Button unter dem Display fokussiert sich direkt auf die Fitnessaktivitäten. Dazu benötigt man die App „Polar Flow“, mit der man vom Smartphone aus auswählt, welche Aktivitäten die M600 aufzeichnen soll. Die App zeigt einem auch eine ausführliche Übersicht über die protokollierten Daten. Die M600 ist erwartungsgemäß am stärksten im Sektor der Herzfrequenzmessung und verfügt z. B. über eine detaillierte Überwachung der Pulsfrequenzzonen in Echtzeit. Ansonsten verhält sich die M600 in der Bedienung gemäß dem Android-Wear-2.0-Standard mit Bedienung per waagrechter und senkrechter Wischgesten sowie Antippen zur Auswahl von Listenelementen oder Icons.

Aufgeladen wird die M600 über ein eigens entwickeltes Ladekabel, das magnetisch auf der Unterseite der Uhr ankoppelt.

Fazit

Wer eine Smartwatch hauptsächlich als Sport-Monitor verwenden möchte, liegt bei der M600 richtig. Kaum eine andere Uhr kann so ausführliche Daten aufzeichnen und für das Training auswerten. Für eine Kommunikation außerhalb eines WLAN bräuchte man dagegen ein anderes Produkt. Für mobiles Internet und Telefonie ist die M600 nicht gedacht.

Technische Details

  • 1,3 Zoll TFT-Display
  • 1,2 GHz Mediathek MT2601 Dual-Core Prozessor (basiert auf ARM Cortex-A7)
  • 512 MB Arbeitsspeicher
  • 4 GB interner Speicher
  • 500 mAh Akku
  • Standby 2 Tage oder 8 Stunden Training mit Android-Telefon bzw. 1 Tag und 8 Stunden Training mit iPhone
  • Konnektivität Bluetooth 4.2 und WLAN 802.11 b/g/n
  • Optischer Pulssensor mit 6 LEDs
  • Wasserdicht bis 10 m nach IPX8
  • Gewicht 63 Gramm
  • Kompatibel mit Smartphones ab Android 4.3 oder iOS 9 und höher

Pro

Sehr robustes Design für derbe Nutzung beim Sport. Das Armband ist komplett austauschbar. Wasserdicht nach IPX8 bis 10 Meter. Sehr akkurates GPS. Zusammen mit den Polar-Tools für Smartphone und Computer ein mächtiges Hilfsmittel für gezieltes Training und dessen Auswertung. Obwohl hauptsächlich als Trainingscomputer designt, trotzdem alltagstaugliche Armbanduhr.

Contra

Das Display ist zwar ordentlich hell, jedoch manchmal in sehr hellen Umgebungen schlecht ablesbar. Display-Auflösung etwas klein. Keine Hinweistöne bei Nachrichten, Vibration etwas schwach. Pulsmessung unter Wasser nicht zuverlässig, dann braucht man einen Brustgurt.


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