Fitbit Charge 3

Fitbit Charge 3

Fitbit Charge 3 – Der intelligente Fitnesstracker

Auf der IFA 2018 im August hat Fitbit die dritte Generation der Charge-Fitnesstracker vorgestellt. Was ist neu? Was kann der Fitbit Charge 3 besser als sein Vorgänger und vor allem: was kann er besser als andere Fitnesstracker?

Seit Oktober 2018 ist der Fitbit Charge 3 nun in Deutschland für EUR 149,00 UVP im Handel. Es gibt noch eine Sonderedition für 20 Euro mehr, die dann über einen NFC-Chip für kontaktloses Bezahlen verfügt und in anderen Farben kommt.

Schnell-Check für den Vergleich zur Fitbit Charge 2:

  •   Größeres Display mit Touchfunktion
  •   Schlankeres Design mit asserdichtem Gehäuse
  •   Mehr Funktionen
  •   Sensor für Blutsauerstoff
  •   Schnell wechselbares Armband

Dann gehen wir mal ins Detail und betrachten in gewohnter Weise das Gerät erst einmal von außen.

Design

Fitbit Charge 3

Bildquelle: fitbit.com

Ein dedizierter Fitnesstracker muss marktüblich schmal und zierlich designt sein, um beim Sport möglichst wenig zu stören. So ist auch der Fitbit Charge 3 ähnlich seinem Vorgänger und ähnlich anderen Fitnesstrackern, wie zum Beispiel dem Garmin Vivosmart HR, dem Samsung GearFit 2 oder dem Polar A370 sehr schmal designt.

Wie gerade erwähnt, fällt als erstes das im Vergleich zum Vorgänger größere, leicht gewölbte Display mit Gorilla Glass 3 ins Auge. War es beim Fitbit Charge 2 noch 19 mm x 32 mm hoch haben wir jetzt eine Displaydiagonale von 39,83 mm bei einer Displaygröße von 19,9 mm x 34,5 mm. Das klingt zunächst nicht nach viel, ist im direkten Vergleich aber deutlich. Auch hat man nun das Display mit Graustufen gestaltet statt wie zuvor rein schwarz/weiß.

Das Armband ist an den Gehäuseseiten schräg angesetzt und ragt nicht mehr waagrecht nach oben und unten ab. Entsprechend geringer ist die Krümmung zum Handgelenk. Eine weitere Neuerung finden wir auch gleich hier: das Armband (mit Dornschließe) lässt sich nun mit einem noch einfacheren Schnellverschluss an der Innenseite entriegeln und abnehmen. So kannst Du aus der Vielzahl an erhältlichen Ersatz- und Zubehörarmbändern in insgesamt vier verschiedenen Styles und Materialien und 10 verschiedenen Farben wählen. Siehe hierzu den Katalog der originalen Fitbit-Armbänder. Der Markt an Drittanbietern erweitert die Auswahl umso mehr. Bereits für den Charge 2 gab es vom Edelstahl- über Leder- bis hin zum Glasperlenarmband ein riesiges Angebot.

Das Gehäuse aus Aluminium hat zum Handgelenk hin nun sanfte Rundungen und keine „scharfen“ Kanten mehr. Am Gehäuseboden befinden sich der Herzfrequenzssensor sowie ein Sensor für den Blutsauerstoffgehalt, die jetzt deutlich tiefer in den Boden eingelassen sind. Das Armband liegt nun spürbar dichter am Arm an. Diese zwei Neuerungen erhöhen den Tragekomfort enorm!

Ein Novum ist auch der fehlende Bedienknopf, der beim Charge 2 noch an der linken Gehäuseseite angebracht war. Dieser war leider der Grund, weshalb das Gehäuse nicht wasserdicht war. Darum hat man beim Fitbit Charge 3 an dieser Stelle nun eine Touch-Fläche in einer Kerbe untergebracht. Feedback über die Nutzung erhältst Du per kurzer Vibration. Problem gelöst! Sehr clever. Ein weiterer positiver Nebeneffekt des weggefallenen physischen Knopfs ist, dass nun mehr Platz für einen größeren Akku zur Verfügung steht.

Key-Features

Fitbit Charge 3

Bildquelle: fitbit.com

  • 1,5-Zoll-OLED in Graustufen
  • Wasserdichtigkeit bis 50m
  • Sensoren
    • Beschleunigungssensor
    • 3-Achsen-Gyroskop
    • Optischer Herzfrequenzsensor
    • Blutsauerstoff-Sensor (SpO2)
    • Höhenmesser
    • NFC (nur Sonderedition)
  • Speicher
    • für 7 Tage Bewegungsaufzeichnungen im Abstand von 1 Minute
    • tägliche Gesamtwerte für 30 Tage
    • Herzfrequenzwerte im Sekundentakt (im Trainingsmodus, sonst 5-sekündlich)
  • NFC für Bezahlfunktion (nur Special Edition!)
  • Bluetooth LE
  • Kompatibel mit iOS und Android 5.0+ (Windows in Kürze)
  • LiPo-Akku mit bis zu 7 Tagen Laufzeit
  • Gewicht: 27 g

Der Fitbit Charge 3 in der Praxis

Durch die Touch-Funktion mit Wischbewegungen ist der Fitbit Charge 3 nun deutlich intuitiver und leichter zu bedienen als der Vorgänger, bei dem man nur mit dem Bedienknopf durch die Menüs blättern und mit Tippen auf das Display Einträge auswählen konnte. Das funktioniert nun wie vom Smartphone (oder anderen Fitnesstrackern) gewohnt. Zum Aktivieren des Displays drehst Du das Handgelenk zum Körper oder tippst darauf.

Auf dem Graustufendisplay kannst Du mit senkrechten Wischbewegungen durch eine Reihe an Basisinformationen scrollen, um Dir einen schnellen Überblick zu verschaffen über Deinen Ruhepuls, Durchschnittspuls, zurückgelegte Strecke (vom Schrittzähler und per Bluetooth gekoppeltem GPS vom Smartphone), aktive Minuten am aktuellen Tag, verbrannte Kalorien und gestiegene Stockwerke. Mit einem seitwärtigen Swipe kannst Du ein Training starten und aus 15 verschiedenen Sportmodi auswählen. Ferner gibt es eine Stoppuhr, einen Countdown und das Einstellungsmenü.

Praxisrelevant ist außerdem die um zwei Tage erweiterte Laufzeit des Akkus, was natürlich ein enormer Vorteil ist, auch wenn dieser Wert tatsächlich nicht erreicht werden sollte. Mehr Laufzeit ist immer gut.

Lieferumfang und Aufladen

In der Packung enthalten sind außer dem Fitbit Charge 3 selbst noch zwei verschieden lange Armbänder im „klassischen“ Design sowie ein USB-Ladegerät, welches von unten an die Uhr angeklipst wird. Nicht dabei ist ein Netzadapter für das Ladegerät, was bedeutet, dass Du es entweder an Deinen Computer oder ein Smartphone-Ladegerät anschließen musst, welches Du sicher schon in Deinem Arsenal übrig hast.

Sport- und Fitnessfunktionen

Fitbit Charge 3

Bildquelle: fitbit.com

Die praktischste Neuerung am Fitbit Charge 3 ist sicher die Wasserdichtigkeit, so dass nun auch endlich Schwimmer und andere Wassersportler den Charge nutzen können

Die kontinuierliche Herzfrequenzmessung Purepulse® zeigt in Echtzeit die HF-Zonen über den ganzen Tag verteilt. Mit der automatischen Aktivitätenerkennung weiß der Fitbit Charge 3, ob Du gerade spazieren gehst, Treppen steigst, wieviele Kalorien Du dabei verbrauchst, oder ob Du schläfst, und in welcher Schlafphase Du Dich gerade befindest. Der persönliche Cardio-Trainer zeigt Dir genau Deinen aktuellen Herz-Fitness-Level.

Mit geführten Atemübungen, die sich am persönlichen Fitnesszustand Deines Herzens ausrichten, hilft der Fitbit Charge 3 in stressigen Phasen, etwas Ruhe und Kraft zurückzugewinnen.

Wenn nicht Ruhe sondern Bewegung angebracht ist, erinnert Dich der persönliche Fitnesstrainer daran, dass es wieder Zeit für eine Sporteinheit ist, und motiviert Dich zum Erreichen Deiner persönlichen Ziele, die Du in verschiedenen Kategorien definieren kannst. Du kannst zum Beispiel festlegen, eine bestimmte Zahl von Kalorien zu verbrauchen, eine gewisse Strecke zurückzulegen oder eine Anzahl an Schritten zu gehen. Erreichst Du dieses Ziel, alarmiert Dich der Charge 3 mit einer Benachrichtigung und Vibration.

In 15 verschiedenen Trainingsmodi zeichnet der Fitbit Charge sportartenspezifisch die relevanten Messwerte auf. Das Smarttracking erkennt die ausgeführte Sportart, ob Laufen, Schwimmen, Fußball oder Aerobic. Da ein GPS-Sensor fehlt, kann alternativ beim Laufen der Beschleunigungssensor für Schritt- und Entfernungszählung herangezogen werden.

Auch beim Schwimmtraining kann der Charge 3 Kalorien und zurückgelegte Bahnen aufnehmen, dank Wasserdichtigkeit bis 50m. Man stellt zuvor die Länge der zu schwimmenden Bahn in der App ein, und die Fitbit Versa zählt die zurückgelegten Bahnen anhand der Bewegungen beim Wenden. Die Bedienung des Touch-Displays im Wasser funktioniert aber nicht immer gut.

Gesundheitstracking für Frauen

Eine Besonderheit am Fitbit Charge 3 ist das speziell auf Frauen zugeschnittene Gesundheitstracking. Diese berücksichtigt den individuellen Monatszyklus und kann sogar den Eisprung berechnen, um fruchtbare Tage zu ermitteln.

Smartwatch-Funktionen

Als reiner Fitnesstracker designt, liegt es nicht in der Natur des Fitbit Charge 3, ausführliche Smartwatch-Funktionen bereitzustellen. Jedoch gibt es immerhin eine Benachrichtigungsfunktion, die Dich über eingehende Anrufe auf dem Smartphone, empfangene E-Mails oder Direktnachrichten informiert und Dir SMS oder Messenger-Nachrichten direkt auf dem Display anzeigt.

Als „Apps“ gibt es einen Kalender, eine Wetterfunktion, einen Countdown-Timer und eine Stoppuhr.

Die Sonderedition des Fitbit Charge 3 verfügt über einen NFC-Chip, der für kontaktlose Bezahlfunktionen vorgesehen ist. Dazu lädtst Du in die Fitbit-App Deine Karten, mit denen Du bezahlen möchtest, und kannst bei ausgewählten Geschäften direkt bargeldlos mit dem Fitbit Charge 3 bezahlen. Eine Übersicht über die verfügbaren Kreditinstitute findest Du hier.

Fazit

Der Markt an Fitnesstrackern ist inzwischen riesig. Und da mit wirklichen Innovationen herauszustechen, ist eigentlich so gut wie unmöglich. Zu ähnlich sind sich die Konzepte und Designs aller verfügbaren Kandidaten. Da bleiben als Entscheidungskriterien für einen Kauf nur noch Details, Nuancen und persönliche Vorlieben. Für den Fitbit Charge 3 sprechen in erster Linie die exakte Herzfrequenzmessung, die lange Akkulaufzeit von bis zu 7 Tagen sowie das ansprechende Design.